Recycling und Wirtschaft

Verankerung im Grundgesetz

Auch unsere Politik hat das Problem der Ressourcen-Knappheit schon lange erkannt und zum Thema Recycling bereits 1994 im Artikel 20a des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland folgendes verankert:

Der Staat schützt auch in Verantwortung für die künftigen Generationen die natürlichen Lebensgrundlagen und die Tiere im Rahmen der verfassungsmäßigen Ordnung durch die Gesetzgebung und nach Maßgabe von Gesetz und Recht durch die vollziehende Gewalt und die Rechtsprechung.


Neue Gesetze

Welchen Stellenwert heute das Recycling auch in der Politik einnimmt, ist alleine daran zu erkennen, dass in den letzten Jahrzehnten immer wieder neue Gesetze zur Steigerung von Recyclingquoten verabschiedet wurden.

Als eine der letzten großen Neuerungen wurde das Elektro- und Elektronikgeräte-Gesetz (ElektroG) überarbeitet, welches in Deutschland das Inverkehrbringen, die Entsorgung und die Verwertung von Elektro- und Elektronikgeräten regelt.

Änderungen im ElektroG "Rücknahmepflicht"

Im März 2015 beschloss die Bundesregierung die Änderung des Elektronikgerätegesetzes um dieses der europäischen Richtlinie anzupassen.

Großhandel und Fachgeschäfte sind demnach verpflichtet, Elektro- und Elektronik-Altgeräte beim Neukauf eines gleichwertigen Geräts kostenfrei zurückzunehmen. Auch kleine Altgeräte (maximale Kantenlänge 25 Zentimeter) müssen "große Händler" (Händler mit einer Verkaufsfläche von mehr als 400 Quadratmetern) zurücknehmen, wenn ein Kunde kein neues Gerät kauft.

Quelle: www.elektrogesetz.de

Der § 1 des KrWG sagt aus:
Zweck des Gesetzes ist es, die Kreislaufwirtschaft zur Schonung der natürlichen Ressourcen zu fördern und den Schutz von Mensch und Umwelt bei der Erzeugung und Bewirtschaftung von Abfällen sicherzustellen.

Ziel des Kreislaufwirtschaftgesetz:
Den Anfall von Abfällen erheblich zu reduzieren, zumindest den der zu deponierenden Abfälle. Am meisten werden Ressourcen und Umwelt geschont, wenn man das Entstehen von Abfällen vermeidet, indem man auf Verpackungen verzichtet oder diese mehrfach benutzt. Alle notwendigen Verpackungen, von nicht vermeidbaren oder nicht vermiedenen Abfällen, sollen wenigstens verwertet werden. Rohstoffe werden so möglichst lange im Kreislauf geführt und nachhaltig bewirtschaftet.
Ziel ist, die natürlichen Ressourcen zu schonen.

(Quelle: KrWG Wikipedia)

Die Altholzverordnung (AltholzV) regelt die Verwertung und die Beseitigung von Altholz in der Bundesrepublik Deutschland.

Die Altholzverordnung trat am 1. März 2003 in Kraft und wurde im Bundesgesetzblatt am 23. August 2002 veröffentlicht.

Gesetzesinhalt:

Die Altholzverordnung regelt die gängigen Verwertungs- und Entsorgungsverfahren für Altholz. Für diesen Zweck wird Altholz in der Verordnung definiert als „Industrierestholz und Gebrauchtholz, soweit diese Abfall im Sinne des § 3 Abs. 1 des Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetzes sind“. Abfälle im Sinne des Abfallgesetzes „sind alle beweglichen Sachen, [...] deren sich ihr Besitzer entledigt, entledigen will oder entledigen muss.“

Die Verordnung teilt Altholz in verschiedene Kategorien ein, die hinsichtlich der Entscheidung für eine Verwertung oder Beseitigung wichtig sind.

Quelle:https://de.wikipedia.org/wiki/Altholzverordnung